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Schilf - Schulinterne Lehrerfortbildung des Kollegiums des VHG

Schilf1Schulinterne Lehrerfortbildungen werden nicht von staatlichen Fortbildungs-Institutionen angeboten, sondern von einem Kollegium selbst organisiert und durchgeführt. Sie werden meist unter Zuhilfenahme eines Moderators durchgeführt und können zu den verschiedensten Themen abgehalten werden. Am VHG hat diese Art der Fortbildung seit dem Schuljahr 1998/99, also seit mehr als 10 Jahren, Tradition.

Die Situation an unserer Schule hat sich in den letzten zwei Jahren stark verändert: Schüler- und Lehrerzahl haben deutlich zugenommen, viele ältere Kolleginnen und Kollegen sind in Ruhestand getreten, an ihre Stelle rückten jüngere Kolleginnen und Kollegen nach und seit dem Schuljahr 2007/08 leitet ein neuer Direktor das VHG. Alle diese Veränderungen haben dazu geführt, dass manches, was an unserem pädagogischen Handeln als selbstverständlich galt, plötzlich auf dem Prüfstand landete und anderes, was manchen ungewohnt war, zur pädagogischen Richtschnur erklärt wurde. In dieser Situation wurde ein Innehalten und eine Neubestimmung der übergeordneten Ziele unseres Handelns als dringend nötig empfunden. Das Thema unserer Schilf-Tage im Kloster Reute am ersten Januar-Wochenende 2010 lautete also folgerichtig: VHG - quo vadis?
Als Moderator für die sehr große Teilnehmergruppe - mehr als 50 Mitglieder des Kollegiums hatten sich angemeldet - konnte Dr. Kuno Sohm aus Höchst/Vorarlberg gewonnen werden, ein erfahrener Supervisor und Moderator von Diskussionen in Großgruppen.

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Durch verschiedene Formen des Dialogs, die zusammengenommen eine „Metalogkonferenz“ bilden, erlebten die Teilnehmer, wie in diesen zwei Tagen zunächst die wesentlichen Themen herausgeschält und in Arbeitskreisen teilweise sehr kontrovers diskutiert wurden. Schien es am Abend des ersten Tages, als ob der Unterschied mancher Ansichten unüberbrückbar sei, so führte die ruhige, besonnene Art der Dialogführung unter Dr. Sohms Regie am zweiten Konferenztag dazu, dass sachbezogenes, achtsames Sprechen und Zuhören zu einer neuen Art von Umgang mit den Problemen führte. Zu „roten Fäden“ entwickelten sich folgende Themen: Wie weit ist die Bereitschaft zu Veränderung? Was ist unser übergeordnetes Ziel? Wie kommen wir dazu, dass sich jeder von uns wohl und wertgeschätzt fühlt? Wie können wir die achtsame Stimmung des Seminars erhalten? Sind wir bereit, Unterschiede zuzulassen?
Mit einigen konkreten Vereinbarungen für den inhaltlichen und zeitlichen Rahmen einer Neubestimmung unserer pädagogischen Arbeit ging die Tagung, die von den allermeisten Teilnehmern als sehr positiv beurteilt wurde, zu Ende.
Arbeitskreise zu den Themen „Umgang mit Regeln“, „Neues Leitbild der Schule“, „Kommunikation“, „Wohlfühlen am VHG“ vereinbarten zeitliche Rahmenbedingungen für ihre Arbeit, die sich im Schulalltag hoffentlich bald positiv bemerkbar macht. Auf der nächsten Schilfsitzung wird der Stand der Dinge jedenfalls wieder zum Thema werden ...

M. Brass-Kästl
M

 

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